Leben in Konz

Stadt und Verbandsgemeinde Konz

Starkregenvorsorge in der VG Konz wird optimiert

Starkregenvorsorge in der VG Konz wird optimiert

Wer in diesen Tagen an Bächen oder in Weinbergen in der VG Konz spazieren geht, begegnet an einigen Stellen wahrscheinlich schwerem Gerät. Denn an Bachverrohrungen und Entwässerungsgräben führen Bagger zurzeit Vorbereitungen für die Optimierung der Starkregenvorsorge durch.

Konkret geht es dabei um sogenannte „Einlassbauwerke“. Durch diese technischen Anlagen, die meist aus Beton sind, fließt das Regenwasser in die Kanäle. Gitter an den Bauwerken verhindern, dass Treibgut oder Geröll die Kanäle verstopft. Kurz gesagt: die Bauwerke verringern die Gefahr von Überflutungen.

Im Rahmen der Umsetzung des Hochwasser- und Starkregenkonzeptes werden nun 19 dieser Einlassbauwerke optimiert. Die meisten Anlagen stammen aus den 70er Jahren und funktionieren bei normalen Regenfällen. Doch aufgrund immer häufigerer Starkregenereignisse und Sturzfluten müssen die Bauwerke und ihr Umfeld an neuralgischen Stellen auf größere Regenwassermengen ausgelegt werden.

In den kommenden Wochen werden zunächst Tiefbauarbeiten an den entsprechenden Stellen durchgeführt. Mal wird z.B. der Ablaufwinkel eines Wirtschaftsweges so angepasst, dass Regenwasser besser in die Entwässerungsrinnen geleitet wird. An anderen Standorten wird Platz geschaffen, der für den späteren Einbau größerer, teils dreidimensionaler Bauwerke nötig ist.

Bagger am Einlassbauwerk im Tälchen
An diesem Einlassbauwerk im Konzer Tälchen wurde u.a. der Winkel des Wirtschaftsweges optimiert, damit das Regenwasser besser in die Entwässerungsrinne fließen kann. 

Die Arbeiten rund um die Einlassbauwerke finden in allen Ortsgemeinden der VG Konz statt. Die Kosten für die Optimierungen liegen bei rund 180.000 Euro bei einem Förderanteil von 60 Prozent.

Im Rahmen des Hochwasser- und Starkregenkonzeptes hat das Tiefbauamt der Verbandsgemeinde bereits einen großen Teil der dort festgelegten Maßnahmen umgesetzt. So wurden unter anderem an mehreren Gefahrenstellen in der VG Konz Entwässerungsgräben baulich angepasst (z.B. in Konz-Niedermennig und Tawern), Steinblöcke bzw. Sperren für Treibholz und Sedimente in Gewässer eingebaut (z.B. am Grawelsbach in Wiltingen), der Wasserrückhalt vielerorts verbessert (z.B. in Wawern und Oberbillig) und durch eine Abtrennung der Waldentwässerung (z.B. in Oberemmel) die Kanalnetze entlastet.