Katastrophenschutzübung in Konz
Was passiert bei einem ernsthaften Zwischenfall im grenznahen französischen Atomkraftwerk Cattenom? Sollten radioaktive Stoffe freigesetzt worden sein oder ein solches Szenario drohen, kann das Land Rheinland-Pfalz Katastrophenalarm auslösen. Neben möglichen Evakuierungen oder anderen direkten Maßnahmen würde bei einem solchen Einsatzfall im Kreis Trier-Saarburg eine sogenannte Notfallstation aufgebaut. Der Betrieb dieser Station wird nun im Rahmen einer Katastrophenschutzübung am 24. Oktober am Schulzentrum in Konz getestet.
Die Notfallstation ist ein Angebot für die Bevölkerung der Region, wo Informationen gegeben und eine Betreuung durch Einsatzkräfte, Ärzte und Seelsorger angeboten werden. Auch Personen, die aus dem gefährdeten Gebiet kommen, finden dort Hilfe: An Messstationen wird geschaut, ob eine radioaktive Kontamination vorliegt. Ist dies der Fall können vor Ort bereits erste Schritte zur Dekontamination durchgeführt werden. Zudem können die Bürgerinnen und Bürger strahlenmedizinisch beurteilt werden.
Über 100 Statisten beteiligt
Verantwortlich für die Notfallstation wäre im Ernstfall das Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz. An insgesamt elf Stationen unterstützen rund 160 Einsatzkräfte aus den Feuerwehren der Region, der Katastrophenschutzeinheiten, dem THW, den Hilfsorganisationen, der Seelsorge sowie Ärztinnen und Ärzte.
Damit der Ablauf der Notfallstation realitätsnah geübt werden kann, sind am 24. Oktober zusätzlich etwa 100 Statisten vor Ort, die die aufgebauten Stationen durchlaufen.
Beschilderung wird installiert
Im Ernstfall müsste der Weg zu der Notfallstation aus allen Richtungen des Kreises kommend ausgeschildert werden. Um dies zu testen, werden am Übungstag in der Stadt Konz an verschiedenen Stellen Hinweisschilder zur Notfallstation aufgehängt. Diese sind ausschließlich Teil der Übung.
Einsatzfahrzeuge unterwegs
Bereits ab Freitagabend (23. Oktober) werden insbesondere im Stadtgebiet Konz zahlreiche Einsatzfahrzeuge unterwegs sein, um die Übung vorzubereiten und durchzuführen. Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr.
Damit die Übung sorgfältig durchgeführt werden kann, bitten die Verantwortlichen darum, dass Bürgerinnen und Bürger das Übungsgelände nicht eigenständig betreten sowie von Fahrten zum Konzer Schulgelände absehen. Im Anschluss an die Übung werden Informationen und Bildmaterial über die Kanäle des Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz, der Kreisverwaltung sowie regionaler Medienhäuser der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.



