Ortsgemeinde Wasserliesch

Verbandsgemeinde Konz

Wasserliesch

Ortsgemeinde Wasserliesch

Rechts der Mosel zwischen Konz und Oberbillig liegt Wasserliesch mit seinen beiden historischen Ortskernen Liesch und Reinig. Wasserliesch gilt als das „Tor zur Obermosel“. 

Der Ort ist touristisch gut erschlossen und stellt sich dem Besucher als attraktive Wohngemeinde vor. Aber auch für Gewerbe und Industrie hat die Ortsgemeinde interessante Gewerbeflächen ausgewiesen.

Liesch und Reinig werden als keltische Eigennamen gedeutet, wobei die erste urkundliche Erwähnung im Jahre 975 als Luuiche und Riniche datiert sind. In der Früheren Neuzeit waren die Herren von Chrichingen die Gutsherren in beiden Orten, wobei sie ihren Besitz im 17. Jahrhundert an die Trierer Karthause verpfändeten.

Der Abbau von Sandsteinen am Liescher Berg und die Moselschifffahrt sowie die Landwirtschaft eröffneten sich damals als Erwerbsmöglichkeiten. 1878 war der Ort in einer verkehrsgünstigen Lage, da die gerade eröffnete Eisenbahnstrecke an der Obermosel vorbeiführte und wurde noch in den Jahren 1931/33 durch den Bau der Obermoselstraße verbessert. 

Sehenswertes - u.a.

  • Altes Lager, Wasserliesch

    Reste eines Römerlagers, südwestliche Ecke des Hochplateaus des Liescher Berges. Das Lager nutzte mit den Steilabhängen der West- und Südseite sowie dem östlichen Geländeabsatz den natürlichen Schutz. Die als „Altes- oder Römerlager“ im Bewusstsein der Bevölkerung gebliebene Anlage, dürfe als Schutzposten oder Kontrollfort im 3. Jahrhundert, nicht lange besiedeltes Lager gewesen sein. 

  • Orchideenparadies Wasserliesch

    Ein 6 km langer Pfad schlängelt sich über die Hügel südlich von Wasserliesch durch ein Kalkmagerrasengebiet über und über mit Orchideen und anderen seltenen Pflanzen bewachsen. Start des Rundwanderweges ist am Wanderparkplatz „Orchideenpfad“, auf dem unter Naturschutz stehenden Plateau des Löschemer Berges. Kaum ein Stück Land in Deutschland kann mit solch einer Dichte verschiedener Orchideenarten aufwarten. Purpurknabenkraut, Ohnsporn, Bocksriemenzunge, Türkenbund und sogar Gelber Enzian wetteifern um die Gunst aufmerksamer Wanderer. Aber nicht nur seltene Pflanzen, sondern auch zahlreiche Tiere finden hier geeignete Lebensräume. 

  • Grana-Denkmal 

    Das Denkmal selbst wurde in der wilhelminischen Zeit nach dem Krieg von 1870/71 errichtet. Bemerkenswert ist, dass das Grana-Denkmal nicht etwa die Statue des Generals Grana ziert, sondern ein ziemlich angriffslustiger Reichsadler. Zwei deutsch-französische Kriege folgten noch nach der Erbauung des Denkmals. Berühmt wurde General Grana, als er am 17. September 1675 die französischen Truppen unter Marschall Crequi in der Schlacht an der Konzer-Brück (d.h. der Saarbrücke bei Konz) vernichtend schlug. Die Freude nach der Schlacht an der Konzer-Brück währte auch nicht lange. Schon 1681 wurde Konz wieder von französischen Truppen besetzt…


Wappenkunde (Heraldik)

Das Wappen zeigt in grün vor silbern gespaltenem Schilde vorn einen silbernen Schrägrechtsstrom, hinten eine grüne Rietgraspflanze mit schwarzen Kolben.

Das Wappen ist redend: Liesch, Liesche, mittelhochdeutsch liesche, liske

althochdeutsch, lisca, lesc = das Rietgras (Förstermann, Buck u.A)


Öffentliche Einrichtungen

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KiTa St. Aper

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