Die Stadtväter von Wuselkusen im Konzer Rathaus zu Gast

Spielstadt Wuselkusel
Stadtbürgermeister von Wuselkusen, Tim Schwarz (sitzend), und sein Stadtrat ließen sich von Bürgermeister Frieden letzte Tipps für ihre Stadtratssitzung geben.

Auch dieses Jahr hatte die Spielstadt "Wuselkusen" in und am Haus der Jugend Konz ihre Pforten geöffnet. Rund 120 Kinder waren aktiv dabei.
"Tschüss, Mama!" Mit diesem Gruß verabschiedeten viele Jungen und Mädchen am vergangenen Montag ihre Mütter. Es ist 10 Uhr in Wuselkusen, der Spielstadt, die vor dem Haus der Jugend aufgebaut ist. 120 Kinder sind dort die ganze Woche zu Gast, arbeiten in verschiedenen Gruppen und verdienen ihre "Wusel", also ihr Taschengeld, das sie innerhalb der Stadt ausgeben können. Den Startschuss zur Aktionswoche gaben Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Frieden und Dietmar Grundheber, Geschäftsführer des Konzer Jugendnetzwerks. Das Stadt-Oberhaupt hatte die Schlüssel aus dem Rathaus mitgebracht. Sie hängen an einem großen, eisernen Ring, den ihm die Kinder schon fast aus der Hand rissen. Noch schnell ein Tipp von einem, der es wissen muss: "Gebt nicht mehr Geld aus, als ihr in der Tasche habt." Und schon ging’s  los.
Damit auch was in den Geldbeutel kommt, musste gearbeitet werden. Wie im richtigen Leben standen daher einige Kinder schon vor allen anderen bei der "Agentur für Arbeit" an. Sie wollten auf jeden Fall einen der begehrtesten Jobs haben. Die einhellige Meinung: Die Arbeiten in der Eisdiele, im Trickfilmstudio oder auf der Beauty-Farm sind die Renner. Und tatsächlich: Diese Stationen waren genauso wie die Schreinerei und das Kino die ersten, die voll belegt waren, berichtete Betreuerin Anna Schons. Mit ihren rund 35 Kollegen hatte sie alle Hände voll zu tun, für die Kinder und ihre Fragen da zu sein.
Gegen Mittag saßen die ersten jungen Arbeiter beim Essen. "Wuselkusen ist super", erzählte Tim Schwarz aus Konz-Roscheid. Das sei eine gute Idee, weil er dabei viel lerne. Auch Nora Gerards aus Tawern war begeistert: "Hier sehe ich, welche Jobs ich später machen will." Merle Weirich aus Konz-Roscheid freute sich nach der Station auf der Beauty-Farm auf eine Arbeit in der Bäckerei. Und der elfjährige Robert Klöppner aus Könen bedauerte, beim nächsten Mal nicht mehr dabei sein zu können. Dann ist er 13 und zu alt für Wuselkusen.
Quelle: Text vom TV 6.7.2010

Wuselkusen hat selbstverständlich auch einen gewählten Bürgermeister und einen Stadtrat. Tim Schwarz hatte dieses Jahr die Stimmenmehrheit auf sich vereinen können und durfte so das Amt des Stadtbürgermeisters von Wuselkusen wahrnehmen. Seinen Antrittsbesuch beim Amtskollegen - Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Frieden – ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Mit dem gesamten Stadtrat von Wuselkusen im Schlepptau ging es zur Stadtratssitzung ins echte Rathaus.