DSL in der Verbandsgemeinde Konz
Die Verfügbarkeit leistungsfähiger DSL-/Breitband-Versorgung spielt eine immer stärkere Rolle nicht nur im beruflichen, sondern auch im privaten Bereich. Während die Versorgung in den Kernstädten wie Konz-Zentral überwiegend als sehr gut zu bezeichnen ist, bestehen in Ortsteilen und Ortsgemeinden im ländlichen Raum oftmals große Defizite.
Teilweise existiert hier keine Versorgung mit DSL oder die Bandbreiten sind so gering, dass sie heutigen Anforderungen nicht mehr genügen. Für die Bürger ist dies zunächst unverständlich. Die Deutsche Telekom hat jedoch nur den gesetzlichen Auftrag für eine Grundversorgung der Haushalte mit einem Telefonanschluss.
Die Verfügbarkeit von leitungsgebundenem DSL kann daher in Abhängigkeit der Entfernung zum nächsten Verteiler in ihrer Bandbreite abnehmen bzw. komplett entfallen. Somit kann es z.B. auch in Neubaugebieten in Randlagen dazu kommen, dass kein DSL über die Telefonleitung verfügbar ist.
Die Politik und die Verwaltung haben dies erkannt und versuchen, finanziell tragfähige Lösungen zu suchen und kurzfristig umzusetzen. Zwischenzeitlich steht eine Vielzahl von technichen Lösungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Allgemeine Informationen zum Thema erhalten Sie hier:
http://www.zukunft-breitband.de Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
http://www.breitband-initiative-rlp.de/ Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und
Weinbau Rheinland-Pfalz
http://www.bundesnetzagentur.de/ Bundesnetzagentur (digitale Dividende)
Was wurde bereits erreicht?
1. Die Versorgung des Ortsteiles Konz-Oberemmel in Verbindung mit Krettnach ist beauftragt. Mit der Umsetzung ist bis spätestens Juli 2010, verschoben auf den 18.09.2010!, zu rechnen. Zuständig für den Ausbau ist die Deutsche Telekom. Auskunft erteilt der T-Punkt in Konz.
2. In Kanzem und Wiltingen wurde aktuell eine leistungsfähige Versorgung durch die Deutsche Telekom mit mind. 6 Mbit/s bis 8 Mbit/s(, tlw. auch mehr) etabliert. Damit sind dort alle Engpässe behoben.
3. Tawern und Fellerich werden derzeit von der Deutschen Telekom ausgebaut und werden dann flächendeckend über eine gute Versorgung verfügen. Hier ist jedoch bereits jetzt eine Versorgung über die Fa. Paracom möglich.
4. Die Versorgung des Stadtteils Roscheid Teilgebiet Roscheid V für den 1. und 2. Bauabschnitt ist vertraglich geregelt (Bau bis April 2010)
5. Für Wawern wurde eine Vereinbarung mit der Fa. INEXIO, Saarlouis abgeschlossen, der Ausbau soll im 2. Quartal 2010, die Freischaltung im 3. Quartal 2010 erfolgen.
Aktuelle Projekte in der VG Konz:
Derzeit stehen folgende Schwerpunkte auf der Agenda:
1. Verbesserung der Bandbreite für das Baugebiet Roscheid Langenberg IV
2. Erstellung eines Gesamtkonzeptes für die ganze VG Konz
3. Interessensbekundung Nittel (abgeschlossen)
4. weitere Umfragen in Pellingen und Könen werden durchgeführt / ausgewertet (abgeschlossen)
5. Lösungsansätze für die OG Onsdorf
Die Stadt Konz ist zunächst bestrebt, kostenneutrale Lösungen zu finden, bzw. einen gegebenenfalls erforderlichen Eigenanteil über Zuschüsse des Landes zu reduzieren. Die Beantragung von Fördermitteln des Landes ist jedoch nur unter gewissen Rahmenbedingungen und mit hohem Aufwand möglich. So gilt ein Ort bereits nach Definition des Landes mit Breitband versorgt, wenn eine Bandbreite von 1 Mbit/s erreicht wird. Nach Definition des Bundes ist bereits DSL-Light (ab 384 Kbit/s) breitbandig. Zwischenzeitlich wurde diese Grenze auf 2 Mbit/s erhöht.
Erstellung einer Konzeption für die Verbandsgemeinde Konz
Über die o.g. Einzellösungen wird derzeit auch geprüft, ob eine Konzeption auf der Ebene der Verbandsgemeinde Konz oder einer höheren Ebene erstellt werden kann, um Grundlagen für langfristige Konzepte wie Leerrohrverlegungen in jedes Haus zu erstellen. Dies muss in den Gremien ausführlich diskutiert werden.
Sachstand Stadt Konz
Konz-Roscheid Baugebiet V
Das förmliche Ausschreibungsverfahren ist abgeschlossen. Die Stadt Konz hat den Kooperationsvertrag vorbereitet und einen Förderantrag über die ADD Trier beim Land gestellt, um einen Zuschuss zu dem Kostenanteil der Kommune zu erhalten. Der Stadtrat hat den Auftrag beschlossen. Der Ausbau wird in etwa 12 Monate in Anspruch nehmen. Vorgesehen ist eine Versorgung von bis zu 16 MBit/s, flächendeckend für das gesamte Baugebiet Roscheid V 1. und 2. Bauabschnitt. Nach Angaben der Telekom ist diese Bandbreite dann mittelfristig noch erweiterungsfähig. Damit ist eine tragfähige Lösung in Sicht. Am 11.03.2010 erfolgte die Vertragsunterzeichnung. Der Ausbau wird binnen eines Jahres realisiert.
Das Gebiet Langenberg IV (Röderbuschring etc.) ist nicht Gegenstand des Vertrages, da nicht förderfähig. Hier werden weitere Gespräche mit der Telekom erforderlich.
Für Niedermennig, Obermennig und Krettnach wurde eine Umfrage durchgeführt, die eine große Unzufriedenheit aufgezeigt hat. Insbesondere wird der Wunsch nach einer höheren Bandbreite sichtbar. Außerdem müssen hier die Synergieeffekte mit der Erdverkabelung des RWE genutzt werden. Die Deutsche Telekom ist derzeit nicht bereit, ein Angebot für Niedermennig und Obermennig abzugeben. Ein Förderantrag ist derzeit nicht möglich, da bereits eine Bandbreite von 1-3 Mbit/s verfügbar ist. Damit scheidet eine Förderung zunächst aus, muss aber aufgrund der aktuell geänderten Rahmenbedingungen (Förderfähigkeit bis 2 Mbit/s) wieder geprüft werden.
Krettnach wird gemeinsam mit Oberemmel durch die Deutsche Telekom ausgebaut (bis September 2010).
In Konz-Könen ist die Situation sehr differenziert, teilw. bestehen recht gute Anschlüsse, auch über Kabel Deutschland, teilw. ist die Bandbreite zu gering. Eine Umfrage im Januar / Februar 2010 sollte Aufschluss über den tatsächlichen Bedarf geben. Eine gute Versorgung ist auch hinsichtlich des Baugebietes "Im Pferdsgarten" anzustreben, da gerade neues Bauland eine sehr gute Breitbandversorgung voraussetzt.
Rechts erhalten Sie das Formular zum Download. Die Beteiligung an der ersten Umfrage war so gering, dass der Ortsvorsteher vorgeschlagen hat, dass die Bürger nochmals persönlich durch die Mitglieder des Ortsbeirates befragt werden sollen. Dies steht noch aus.
Der Bereich Löllberg gehört zum Ortsnetz von Trier-Heiligkreuz.
Sachstand Ortsgemeinden
Für die Ortsgemeinden bestehen derzeit Defizite für die Ortsgemeinden Oberbillig (teilw.), Temmels (tlw.), Onsdorf, Nittel (mit Ortsteilen). In Wawern und dem Stadtteil Konz-Oberemmel ist eine Versorgung über den privaten Betreiber Telecab mittels einer Funklösung möglich (Kontakt siehe rechts).
In Wawern wurde im Mai 2009 ein Antrag auf Bezuschussung durch das Leerrohrprogramm des Landes Rheinland-Pfalz gestellt. Damit sollte eine qualitativ hochwertige Versorgung mit kabelgebundenem DSL über einen privaten Anbieter etabliert werden. In der ersten Bewilligungsrunde lag noch keine positive Rückmeldung des Ministeriums vor. Aktuell wurde daraufhin eine Ausschreibung durchgeführt, die am 18.01.2010 abgeschlossen war. Über die Ergebnisse der Ausschreibung wird am 28.01.2010 in der Ortsgemeinderatssitzung entschieden. Am 04.03. fand eine Informationsveranstaltung statt, bei der die Fa. Inexio die Planung vorgestellt hat. Das Ortsnetz Wawern wird mit 10 Gigabit Leistung angefahren, so dass die zugesagten Bandbreiten für den einzelnen Anschluss erreicht werden können. Die Einzelheiten zu den Preisen kann der Homepage www.myquix.de entnommen werden. Wenn die technische Verfügbarkeit absehbar ist, wird seitens der Fa. INEXIO nochmals informiert und ein weiterer Termin stattfinden. Die Baumaßnahme ist vorgesehen bis Ende des 2. Quartals, zusammen mit der OG Ayl (VG Saarburg), die Umschaltung der Anschlüsse kann voraussichtlich ca. im 3. Quartal 2010 erfolgen.
Die Umfrage in Onsdorf hat aufgezeigt, dass aufgrund der geringen Anschlusszahl von unter 60 Teilnehmern das derzeitige Kundenpotential bei ca. 10 Kunden liegt. Einige wenige DSL-Light-Anschlüsse werden bereits genutzt. Dieses Kundenpotential ist voraussichtlich für keinen Anbieter interessant. Hier bleibt abzuwarten, ob sich durch die Erdverkabelungen der RWE in Zukunft Möglichkeiten für eine Glasfaserzuführung von Nittel oder der VG Saarburg ergeben können. Erschwerend kommt in Onsdorf hinzu, dass auch eine Mobilfunkversorgung nicht in Betracht kommt. Als Alternative verbleibt hier die Nutzung von Breitband via Satellit oder eine Funklösung, die derzeit geprüft wird.
In Oberbillig wurde eine Umfrage zur Erhebung des Defizite und des Bedarfs durchgeführt. Die bislang vorliegenden Kostenbeteiligungen der Kommune bei einem leistungsfähigen Ausbau sind finanziell nicht darstellbar. Durch die RWE-Erdverkabelung (s.u.) ergeben sich wohl keine Synergieeffekte. Derzeit wird geprüft, ob Trassenleitungen entlang der Mosel (Wasser- und Schiffahrtsverwaltung) genutzt werden können. Weitere Alternativen bestünden in der Richtfunkversorgung und Einspeisung in die "Letzte Meile" bzw. in der Errichtung eines Funknetzwerkes. Vorübergehend kann hier die relativ gute Verbindung mit UMTS (siehe rechts den Link zu O2) eine Lösung darstellen.
In Nittel mit seinen Ortsteilen Köllig und Rehlingen (gehört zum Ortsnetz von Wincheringen) bestehen erhebliche Defizite. Hier wurde bis Januar 2010 eine Situationserhebung durchgeführt. Die bisherigen Kostenschätzungen übersteigen die Finanzkraft der Kommune. Angesichts der Entwicklung eines Neubaugebietes muss aber kurzfristig eine Lösung gefunden werden, die zusätzlichen Wohneinheiten / Anschlussnehmer eröffnen hier bessere Perspektiven. Nachdem die Auswertung der Umfrage abgeschlossen wurde, wurde im April 2010 eine Interessenbekundungsverfahren eingeleitet, um möglichst viele Lösungsansätze zu erarbeiten. Die Ergebnisse liegen vor und wurden ausgewertet.
In Wasserliesch ist die Versorgung mit kleinen Bandbreiten gegeben. Darüber hinaus besteht hier teilweise eine gute Versorgung durch Kabel Deutschland, so dass hier eine Förderung wohl nicht in Betracht kommen wird. Mittelfristig ist auch hier eine Erhöhung der Bandbreite erforderlich. Durch die geänderten Förderbedingungen könnten sich hier neue Chancen ergeben.
In Pellingen ist die Versorgung nur mit geringen Bandbreiten gegeben. Seitens der Bürger wurde bisher jedoch noch kein Handlungsbedarf geäußert. Im April / Mai 2010 wurde zunächst eine Umfrage durchgeführt um den Bedarf zu ermitteln. Das Formular können Sie sich in der seitlichen Spalte herunterladen. Die Umfrage wurde im August 2010 ausgewertet. Es besteht ein großes Interesse an einer besseren Versorgung. Ein Interessenbekundungsverfahren wird sich anschließen.
Im Rahmen der Aufstellung von Bebauungsplänen wird die Deutsche Telekom nun um Auskunft gebeten, welche Bandbreite zur Verfügung gestellt werden kann, damit frühzeitig entgegengesteuert werden kann, wenn keine Breitbandversorgung vorgesehen ist.
Neue Entwicklungen
Neue Entwicklungen:
Die Firma RWE beabsichtig im Laufe der Jahre 2009 bis 2011 die Erdverkabelung des Mittelspannungsnetzes. Hier haben sich / bzw. werden sich in einigen Ortsteilen / Ortsgemeinden Synergieeffekte hinsichtlich des Tiefbaus ergeben. Die Deutsche Telekom ist hier in engem Kontakt mit der FA. RWE. Auch die Stadt / VG Konz werden prüfen, ob ggfs. durch die Kommune Leerrohre mitverlegt werden können, die spätere Investitionen reduzieren. Problematisch hierbei ist, dass den Kommunen keine Grundlagendaten über vorhandene Glasfasernetze vorliegen. Dies wird derzeit auch in der Politik diskutiert.
Möglichkeiten einer ergänzenden Versorgung werden sich in zunehmendem Maße auch über UMTS bieten, zumindest als Übergangslösung. Die Preise für diese Leistungen sind stark gesunken und bereits jetzt sehr attraktiv. Problematisch ist jedoch, dass die Datenrate zu Stoßzeiten stark schwanken kann.
Der gesamte Markt ist hier auch aufgrund politischer Vorgaben sehr stark in Bewegung, so dass man überstürzte Entscheidungen zulasten der kommunalen Finanzen vermeiden sollte.
Die Deutsche Telekom gibt nur noch Angebote für Orte mit einem relativ hohen Kundenpotential ab. Seitens der Gemeinde muss das förmliche Verfahren der Interessensbekundung und Ausschreibung durchgeführt werden, um die Kosten vom Land gefördert zu bekommen.
In regelmäßigen Abständen werden Abstimmungstermine mit Vertretern der Deutschen Telekom und dem RWE durchgeführt, damit Synergien der Erdverkabelung genutzt werden können bzw. ggfs. Leerohre durch die Verwaltung berücksichtigt werden können.
Aktuell wurde einer Erhöhung der Grenze der Förderfähigkeit (bisher 1 Mbit/s) auf 2 Mbit/s im Förderprogramm definiert. DAdurch können sich bessere Möglichkeiten für einzelne Gemeinden bieten, die bisher nicht förderfähig waren.
Digitale Dividende:
Der Bund hat aktuell Rundfunkfrequenzen versteigert, die nun zur Übertragung von Breitband genutzt werden können. Dabei soll vornehmlich mit dem Ausbau für die kleineren Gemeinden begonnen werden. Die bisher aus dem Mobilfunk bekannten Bandbreiten von bis zu 7,2 Mbit/s können mit der neuen Technik LTE (long term evolution) erheblich gesteigert werden. Erste Konzepte werden Ende des Jahres 2010 vorliegen. Insbesondere für jetzt nicht versorgte Gemeinden bietet dies Chancen.
Wir sind auch auf Ihre Informationen angewiesen. Bitte teilen Sie uns Probleme, positive und negative Erfahrungen gerne mit unter: Breitband(at)konz.de
Die oben gemachten Zeitangaben zu Ausbaumaßnahmen von Dritten sind ohne Gewähr.
Letzte Aktualisierung am: 19.08.2010
Ansprechpartner:
Alexander Queins
Fachbereich 3 Hochbau
Telefon: (06501) 83-181
Fax : (06501) 83-203
E-Mail : queins.fb3(at)konz.de
